Sie sind hier

Oostende und der Erste Weltkrieg: Eine Stadt voller Erinnerungen

Könnten Sie sich den beliebten Badeort Oostende im Kanonendonner und Kugelhagel vorstellen? Wir auf jeden Fall nicht. Und trotzdem… Während vor genau 100 Jahren der brandneue Badetourismus groß in Mode kam und das reiche Bürgertum sich am wohltuenden Meerwasser (und mit anderen etwas stärkeren Wässerchen) vergnügte, verschonten die Bomber leider auch die Königin der Badeorte nicht.

Hat Sie das neugierig gemacht? Steigen Sie aufs Rad oder schlendern Sie durch die Stadt und entdecken Sie das beeindruckende Kriegserbe Oostendes.

 

Oostende im Ersten Weltkrieg (digitaler Stadtrundgang)

 Der digitale Stadtrundgang beruht auf dem Tagebuch des Straßenbahnschaffners  Charles Castelein, der 52 Jahre alt war, als 1914 der Krieg ausbrach. Sie lernen die Kriegsvergangenheit der Stadt mit den Augen eines echten Oostenders kennen. Ein Audioführer mit Bildschirm führt Sie durch die Stadt.

Auch Kenner und Historiker wie Prof. Luc De Vos und Marc Reynebeau teilen Ihnen viel Wissenswertes über Oostende im Ersten Weltkrieg mit und sprechen über: Oostende als besetzte Stadt, die Küstenverteidigung, die Rolle des Hafens, die Zerstörungen…

Digitale stadswandeling: Oostende tijdens de Groote Oorlog

Fahrradroute „Oostende 14-18"

Möchten Sie alle markanten historischen Orte auf einmal sehen? Dann ist diese 25 Kilometer lange Radtour im Rahmen der Veranstaltungsreihe „100 Jahre Erster Weltkrieg” genau das Richtige für Sie!

Wir haben uns aufs Rad geschwungen und sind den 20 Infoschildern gefolgt, die entlang der Stätten des Ersten Weltkriegs über den historischen Hintergrund der Stadt im Ersten Weltkrieg berichten: die Bedeutung des Oostender Hafens und der Küstenverteidigung, den Flüchtlingsstrom, die Absperrung der Seepromenade, die U-Boote im „Vlotdok”, die Batterie Tirpitz…

Die Route führt an der Seepromenade, dem Fort Napoleon, dem Spuikom und dem grünen Oostender Stadtgürtel entlang.

Fort Napoleon

Haben Sie noch nie das Fort Napoleon besucht? Dann sollten Sie sich schnell auf den Weg machen! Napoleon hat 1811 in den Dünen dieses imposante Fort gegen die englische Bedrohung errichten lassen. Zu einem Angriff der Briten ist es jedoch nie gekommen. Das Fort diente dann als Waffenlager und Quartier der französischen Truppen, nach dem Fall Napoleons hinterließen hier aber auch niederländische, deutsche und belgische Soldaten ihre Spuren. Sie können das hervorragend restaurierte Fort aus historischem Interesse besichtigen, dort etwas essen oder trinken und auch Feste feiern.

Weiterlesen

Provinciedomein Raversyde

Aus Angst vor einer Landung der Alliierten am Strand und zum Schutz der Häfen von Zeebrugge und Oostende (dort waren die deutschen U-Boote stationiert) bauten die Deutschen entlang der belgischen Küste eine Reihe von Batterien. In Raversijde finden Sie die einzige noch erhalten gebliebene deutsche Küstenbatterie aus dem Ersten Weltkrieg. Hier standen einmal 4 Kanonen mit Beobachtungsbunkern. Ab 2016 ist dort eine neue Dauerausstellung über den Ersten und Zweiten Weltkrieg und das Meer zu sehen.

Weiterlesen